Langzeit-Studie zu Erdkröten auf 1850 m.ü.M.
Seit anfangs der 1980er Jahre läuft auf der Scheidegg bei Grindelwald auf 1850 m.ü.M. eine Fang-Wiederfang-Studie über die dort ansässige Population der Erdkröte – wohl eine der längsten Langzeit-Studien an Amphibien!
Die Ergebnisse zeigen: es ist kompliziert. Ob erwachsene Kröten überleben, beeinflusst das Wetter, die Populationsgrösse aber auch die Körpergrösse: Je grösser die Population ist, desto geringer die jährliche Überlebensrate. Und grössere Tiere überleben weniger als kleine.
Weibchen erscheinen nicht jedes Jahr am Laichgewässer, sondern setzen einzelne Jahre aus. Ein wichtiger Faktor ist das Wetter zu Beginn der Saison. Bei garstigem Wetter wandern die Weibchen nicht zum Laichgewässer.
Langzeitstudien lohnen sich also. Derart komplexe Zusammenhänge erkennt man nur, wenn man Populationen über viele Jahre untersucht. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift «Ecosphere» publiziert (öffentlich zugänglich).
Foto: Erdkrötenpaar, Quartl, WikimediaCommons, CC BY-SA 3.0
