Blick zurück auf das letzte Amphibien-Jahr
Wie jedes Jahr blicken wir im Jahresbericht 2026 auf die diesjährige Tragsaison zurück sowie auf das Amphibienmonitoring des Kantons Zürich und das Feuersalamander-Monitoring im Jahr 2025.
Wir transportierten dieses Jahr 5600 Amphibien vom Amphibienzaun und den angrenzenden Wegen zu den Gerhauweihern. Das waren mehr als erwartet, aber weniger als letztes Jahr. Weitere Höhepunkte der Amphibien-Tragsaison waren: Wir zählten bis zu 8 Feuersalamander pro Abend und die Gemeinde verlängerte den Amphibienzaun um 50 m. Die Zeitschrift «Zürcher Umweltpraxis und Raumentwicklung» brachte es im März 2026 in einem Artikel über die Amphibienwanderung auf den Punkt: Hedingen macht‘s vor, was den Amphibienschutz betrifft. Das Lob nehmen wir gerne entgegen. Zusammen mit allen Beteiligten: dem tollen Team der Amphibien:trägerinnen, der Gemeinde und ihrem Werkhof, der Feuerwehr Hedingen und allen die sonst mithelfen. Vielen Dank! Wir freuen uns schon auf die 12. Tragsaison an unserem Amphibienzaun und hoffen nächstes Jahr auf bessere Wanderbedingungen.
Das Amphibienprojekt Hedingen macht seit 2025 auch mit beim Amphibienmonitoring des Kantons Zürich. Letztes Jahr untersuchten wir die Gerhauweiher und den Feldenmaasweiher. Dieses Jahr ist der Hediger Weiher unser Ziel. Der schöne Badeweiher als Amphibien-Laichgebiet? Ja, und wie.
Am 22. April 2026 startete wieder unser Feuersalamander-Monitoring in Hediger Bächen für die Koordinationsstelle für Amphibien und Reptilien Schweiz (karch). Beim Monitoring suchen wir nach Larven der Feuersalamander. 2026 untersuchen wir neu den Stockenbach im Wald westlich von Hedingen. Dies neben dem Wissen-, Lärchen- und Hirslenbach. Die ersten Begehungen am 22. bis 24. April 2026 zeigten 224 Larven im Stockenbach, 141 Larven im Wissenbach und 139 Larven im Lärchenbach. Das sind bereits mehr als 500 Larven, obwohl es sehr wenig Wasser hat.
Höhepunkt der letzten Monitoringrunde im Jahr 2025 war die Maturaarbeit von Severin Blaser zum Thema Feuersalamander-Monitoring. Erfreulich ist auch, dass wir in allen untersuchten Bächen Larven der Feuersalamander fanden.
Foto: Titelseite Jahresbericht 2026 (Foto: Urs Bircher)
